Hallo, Hoda hier. In diesem Artikel beleuchte ich die Sicherheit von Granola.ai auf Basis von Analysen Dritter und ordne ein, welche Punkte beruhigend sind und worauf Sie achten sollten.
Bestimmt fragen sich viele von Ihnen: „Ist Granola überhaupt sicher?“

Bei einem Tool, dem man seine Meeting-Inhalte und damit sensible Daten anvertraut, ist diese Sorge völlig verständlich. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Granola ist ein Tool, das Sie für den alltäglichen geschäftlichen Einsatz bedenkenlos nutzen können. Ich empfehle jedoch dringend, es nicht mit den Standardeinstellungen zu verwenden.
Ich nutze Granola selbst für Kundengespräche und Sales Calls. Ich empfehle es, weil ich weiß, dass es sicher konfiguriert werden kann – aber ich gehe hier auch detailliert auf alle Punkte ein, auf die Sie achten müssen, damit Sie nicht unbedacht hineinstolpern.
Dieser Artikel stützt sich auf die offizielle Sicherheitsseite von Granola, das Help Center, die Datenschutzerklärung sowie auf Analysen unabhängiger Sicherheitsexperten.
Das Wichtigste auf einen Blick: Granola ist sicher, aber prüfen Sie zuerst Ihre Einstellungen
Hier ist die Zusammenfassung vorab.
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SOC 2 Type 2 zertifiziert, Daten sind im Ruhezustand (at rest) und bei der Übertragung (in transit) verschlüsselt
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Meeting-Audio wird nach der Transkription gelöscht; es werden keine Aufnahmedateien gespeichert
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Externe KI-Anbieter wie OpenAI und Anthropic dürfen Ihre Daten nicht für ihr Modelltraining nutzen
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Es tritt kein sichtbarer Bot Ihren Meetings bei; Aufzeichnungen starten ausschließlich manuell
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In den Tarifen Free und Business ist das Training eigener KI-Modelle von Granola mit anonymisierten Daten standardmäßig AKTIV (ON)
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Notizen und Transkripte werden ohne Auslösen von Löschregeln standardmäßig unbegrenzt gespeichert
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Die Datenspeicherung erfolgt ausschließlich in den USA; es gibt keine Option für EU- oder regionale Rechenzentren
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Hinweise an andere Teilnehmer (Chat-Nachricht, Wasserzeichen) sind standardmäßig inaktiv
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Im Juli 2026 wurde in den USA eine Sammelklage eingereicht (Vorwurf: Aufzeichnung ohne Zustimmung & KI-Training per Default; Verfahren läuft noch)
Während die technische Sicherheitsarchitektur vertrauenswürdig ist, müssen Sie die Standardeinstellungen sowie die Information und Einwilligung anderer Teilnehmer selbst verwalten. Das ist die Kernbotschaft dieses Artikels.
Wie Granola funktioniert: Warum die Funktionsweise „ohne Bot“ für die Sicherheit entscheidend ist
Granola nutzt keinen Bot, der Ihren Meetings beitritt. Es greift stattdessen das Audiosignal Ihres eigenen Computermikrofons (oder Telefons) sowie den Ton der übrigen Teilnehmer ab, transkribiert diesen in Echtzeit und lässt die Notizen durch eine KI strukturiert zusammenfassen.
- Sie starten Meetings manuell (kein automatisches Beitreten oder Aufzeichnen)
- Kompatibel mit jedem Meeting-Tool, einschließlich Zoom, Google Meet und Microsoft Teams
- Audiodateien werden nur vorübergehend für die Transkription verarbeitet und anschließend gelöscht
- Gespeichert werden ausschließlich der Transkripttext und die erstellten Notizen
Für den Nutzer ist das Fehlen eines sichtbaren Bots äußerst komfortabel, da die Gesprächsatmosphäre nicht gestört wird. Auf der anderen Seite bedeutet dies jedoch auch, dass andere Teilnehmer möglicherweise nicht bemerken, dass das Gespräch transkribiert wird – was zu den unten beschriebenen rechtlichen Herausforderungen führt.
Im folgenden Video zeige ich Ihnen genau, wie Granola funktioniert und wie man es nutzt!
Beruhigende Aspekte der Sicherheit
SOC 2 Type 2 Zertifizierung
Granola hat das SOC 2 Type 2 Testat erhalten (Juli 2025). Während ein Type 1 Bericht nur prüft, ob Sicherheitskontrollen zu einem bestimmten Zeitpunkt vorhanden sind, bewertet Type 2 durch unabhängige Prüfer, ob diese Kontrollen über einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten effektiv funktionieren. Das ist ein zentraler Baustein bei jeder IT-Sicherheitsprüfung von Software.
Sie können den Bericht selbst über das Granola Trust Center anfordern.
Verschlüsselung und Speicherung
- Notizen und Transkripte werden im Ruhezustand und bei der Übertragung verschlüsselt (AWS USA)
- Tägliche Backups
- Der lokale Cache auf Ihrem Gerät (für die Offline-Anzeige) ist seit 2026 ebenfalls verschlüsselt
Keine dauerhafte Audiospeicherung
Granola speichert keine Audiodaten. Die Desktop-App (Mac/Windows) transkribiert in Echtzeit, während die mobile App Audiodaten kurzzeitig für die Verarbeitung nach dem Meeting zwischenspeichert. In beiden Fällen wird die Audiodatei direkt nach dem Vorgang gelöscht. Sie können die Aufnahme im Nachhinein nicht erneut abspielen. Das mag manchmal unpraktisch wirken, reduziert jedoch das Risiko von Datenlecks bei Sprachdateien erheblich.
Externe KI-Anbieter trainieren nicht mit Ihren Daten
Drittanbieter wie OpenAI und Anthropic, die für Zusammenfassungen und andere KI-Funktionen genutzt werden, dürfen Ihre Daten nicht für das Training ihrer eigenen Modelle verwenden.
DSGVO- (GDPR) und UK-DSGVO-Konformität
Ein Standard-Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV / DPA) steht zur Verfügung und bindet die EU- und UK-Standardvertragsklauseln (SCCs) ein. Einzelne Notizen sowie das gesamte Konto können gelöscht werden (Löschung erfolgt innerhalb von 30 Tagen).
Transparente Behebung früherer Schwachstellen
Granola hat Postmortems zu früheren Sicherheitslücken veröffentlicht (alle aus 2025), wie etwa einen offengelegten Transkriptions-API-Schlüssel in der iOS-Beta, Probleme bei der Sitzungsverwaltung von Google-Konten oder Schwachstellen beim automatischen Beitritt zu Workspaces. Es gab Probleme, aber die Tatsache, dass diese offen kommuniziert und rasch behoben wurden, verdient Vertrauen. Bis Oktober 2026 wurden keine neuen Sicherheitsvorfälle bekannt.
Darüber hinaus zeigte eine Analyse der Sicherheitsfirma PromptArmor (April 2026), dass die Desktop-App Schutzmaßnahmen gegen Datenabfluss und Phishing über KI-Outputs bietet (Deaktivierung von Markdown-Bildern, Warnungen vor externen Links und Blockierung von HTML). Schwachstellen in der mobilen App wurden Ende März 2026 nach Meldung umgehend behoben.
Worauf Sie achten müssen
Dies sind die Punkte, die Sie kennen sollten, bevor Sie mit der Nutzung beginnen.
1. KI-Training ist standardmäßig aktiv (Free & Business)
In den Tarifen Free und Business ist die Option, mit der Granola seine eigenen KI-Modelle durch anonymisierte Daten verbessert, standardmäßig AKTIV (ON). Sie können dies in den Einstellungen manuell deaktivieren (OFF), allerdings sollten Sie drei Dinge beachten:
- Das Opt-out (Ausschalten) gilt nur für zukünftige Daten. Es gibt keine Garantie, dass bisherige Daten nicht bereits verwendet wurden
- Im Business-Tarif muss jeder Nutzer die Einstellung einzeln deaktivieren (Admins können dies nicht zentral für alle abschalten)
- In der Android-App gibt es diesen Schalter noch nicht (eine Änderung auf dem Desktop oder unter iOS gilt jedoch kontoweit)
Im Enterprise-Tarif ist das Training für die gesamte Organisation standardmäßig DEAKTIVIERT.
Empfohlene Maßnahme: Schalten Sie diese Einstellung vor Ihrem ersten Meeting AUS.
Settings → Preferences → Data & sharing → “Use my data to improve models for everyone” auf OFF stellen

2. Die Einholung der Aufzeichnungseinwilligung liegt in Ihrer Verantwortung
Das ist das wichtigste Thema bei der Nutzung von Granola.
Da kein Bot sichtbar am Meeting teilnimmt, merken andere Gesprächspartner oft nicht, dass ihre Aussage transkribiert wird. Granola weist in den Nutzugsbedingungen explizit darauf hin, dass die Einholung der Zustimmung aller Teilnehmer in der Verantwortung des Nutzers liegt.
Granola bietet zwei Benachrichtigungsfunktionen:
- Automatische Chat-Nachricht: Sendet eine Nachricht wie „Granola transkribiert dieses Gespräch“ in den Meeting-Chat
- Wasserzeichen: Zeigt ein Symbol in Ihrem Videofeed an, das auf die laufende Transkription hinweist
Jedoch: Beide Optionen sind inaktiv, bis Sie diese manuell einschalten (im Enterprise-Tarif können Admins dies organisationsweit erzwingen).
Seien Sie besonders vorsichtig bei Gesprächen mit Personen in Regionen mit strengen Zwei-Parteien-Einwilligungsgesetzen (All-Party Consent, z. B. in einigen US-Bundesstaaten oder nach europäischen Datenschutzstandards). Auch wenn eine ausdrückliche rechtliche Pflicht im Einzelfall variiert, gehört der kurze Hinweis vorab zum guten Ton und schafft Vertrauen.
Empfohlene Maßnahme: Sagen Sie vorab kurz: „Ich nutze eine KI für Notizen. Ist das für alle in Ordnung?“ Aktivieren Sie zudem die Chat-Benachrichtigung und das Wasserzeichen.
Settings → Preferences → Transparency
3. Notizen werden unbegrenzt gespeichert
Notizen und Transkripte werden dauerhaft gespeichert, sofern der Nutzer oder Administrator keine Aufbewahrungsfristen festlegt. Je länger Daten aufbewahrt werden, desto höher ist das Risiko im Falle eines unbeabsichtigten Zugriffs.
- Die automatische Transkriptlöschung kann in allen Tarifen konfiguriert werden (1 Tag bis 1 Jahr). Achtung: Dadurch wird nur das Transkript gelöscht, die zusammengefassten Notizen bleiben erhalten
- Bei Änderung persönlicher Speicherfristen gibt es eine einwöchige Übergangsfrist (Cooldown)
- Im Enterprise-Tarif können Admins eine verbindliche Löschrichtlinie definieren
Empfohlene Maßnahme: Wenn Sie häufig vertrauliche Gespräche führen, stellen Sie die automatische Transkriptlöschung auf einen kurzen Zeitraum ein und löschen Sie Notizen manuell, sobald diese nicht mehr benötigt werden.
4. Datenspeicherung ausschließlich in den USA
Alle Daten werden in AWS-Rechenzentren in den USA gespeichert. Es gibt keine Möglichkeit, einen Serverstandort in der EU oder in anderen Regionen auszuwählen. Zur Absicherung von Datentransfers werden Standardvertragsklauseln (SCCs) genutzt; für Unternehmen mit strikter Pflicht zur lokalen Datenspeicherung innerhalb der EU ist das Tool daher nur bedingt geeignet.
5. Die Sammelklage in den USA (Chamberlain v. Granola)
Am 30. Juli 2026 wurde beim US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien eine Sammelklage gegen Granola, Inc. eingereicht (Chamberlain v. Granola, Inc.).
Die Klage umfasst im Wesentlichen zwei Vorwürfe:
- Die Aufzeichnung ohne Bot erfasse Gespräche ohne die ausdrückliche Zustimmung der anderen Gesprächspartner
- Die erfassten Inhalte würden standardmäßig zum Training von KI-Modellen verwendet
Wichtig ist: Es handelt sich hierbei um die Behauptungen der Klägerseite; ein Urteil liegt bislang nicht vor. Bis zum 10. Oktober 2026 enthält die Gerichtsakte noch keine offizielle Stellungnahme von Granola. Das US-Bundesrecht folgt in der Regel dem Prinzip der „Ein-Parteien-Einwilligung“ (One-Party Consent), weshalb die Hürden für die Kläger hoch sind.
Ähnliche Klagen wurden auch gegen andere KI-Meeting-Tools wie Otter.ai und Fireflies.ai eingereicht. Es handelt sich also um eine Herausforderung für die gesamte Branche, nicht um ein isoliertes Problem von Granola.
Meine Empfehlung im Umgang mit diesem Thema lässt sich auf zwei einfache Schritte reduzieren:
- Prüfen Sie die Einstellungen zum KI-Training (auf OFF stellen)
- Informieren Sie Ihre Gesprächspartner aktiv über die Transkription
Wenn Sie diese beiden Punkte beachten, minimieren Sie Ihr eigenes Risiko im Zusammenhang mit den in der Klage genannten Punkten erheblich.
6. Einstellungen zum Teilen von Links
Notizen sind standardmäßig privat, und selbst Administratoren können private Notizen anderer Nutzer nicht einsehen. Achten Sie jedoch auf die Einstellungen für freigegebene Links:
- Die Standardoption zum Teilen von Links kann auf „Jeder mit dem Link“, „Nur meine Organisation“ oder „Privat“ eingestellt werden
- Da die Dokumentation den Standardzustand nicht eindeutig festlegt, sollten Sie Ihre Einstellungen prüfen und sicherheitshalber auf „Nur meine Organisation“ oder „Privat“ setzen
- Neue Standardeinstellungen gelten nur für Notizen, die nach der Änderung erstellt werden. Bereits geteilte Links müssen separat geprüft werden
- Personen, die einen Link im Browser öffnen, sehen nur die Notizen. Mitarbeiter in der Desktop-App haben Zugriff auf das gesamte Transkript
Sicherheitsanalysen weisen Zudem darauf hin: Wenn unangemeldete externe Personen Fragen im Chat einer freigegebenen Notiz stellen, greifen die vertraglichen Datenschutzbestimmungen von Granola unter Umständen nicht vollumfänglich. Schränken Sie die Freigabe externer Links im Zweifel ein.
7. Weitere Details
- Keine native Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Die Authentifizierung erfolgt über Ihren Identity-Provider. SSO gibt es erst ab dem Enterprise-Tarif (ab 50 Lizenzen). Aktivieren Sie 2FA auf Ihrem Hauptkonto (z. B. Google oder Microsoft).
- Chat-Modell im Business-Tarif: Laut Dokumentation fällt das wählbare Anthropic-Modell (Fable 5) nicht unter die „Zero Data Retention“-Garantie; Anthropic speichert Logs hierbei für 30 Tage. Für hochsensible Inhalte empfiehlt sich die Wahl eines alternativen Modells.
- Zertifizierungen: ISO 27001 liegt aktuell nicht vor; FERPA (US-Bildungsdaten) wird nicht unterstützt.
- Integrationen: Wenn Sie Notizen an Dienste wie Slack, Notion, Zapier oder MCP weiterleiten, gelten die Datenschutzbestimmungen der Zielanwendungen. Beschränken Sie Verknüpfungen auf das Nötigste.
Sicherheitsmerkmale nach Tarif im Vergleich
| Merkmal | Basic (Kostenlos) | Business | Enterprise |
|---|---|---|---|
| SOC 2 Type 2 | ✅ | ✅ | ✅ |
| Keine Audiospeicherung | ✅ | ✅ | ✅ |
| Training eigener Granola-Modelle | Standardmäßig AN (manuell deaktivierbar) | Standardmäßig AN (pro Nutzer deaktivierbar) | Standardmäßig AUS (organisationsweit) |
| Automatische Transkriptlöschung | ✅ (persönliche Einstellung) | ✅ (persönliche Einstellung) | ✅ (organisationsweit erzwingbar) |
| Hinweis-Funktionen (Chat, Wasserzeichen) | Manuell aktivierbar | Manuell aktivierbar | Durch Admins erzwingbar |
| SSO / SCIM | ❌ | ❌ | ✅ (ab 50 Lizenzen) |
| HIPAA (BAA) | ❌ | ❌ | ✅ (nur Desktop-App) |
Für Einzelpersonen und kleine Teams mit normalen Geschäftsmeetings reichen die Tarife Basic oder Business nach einer kurzen Anpassung der Einstellungen völlig aus. Bei sensiblen Daten oder dem Wunsch nach zentralen Sicherheitsrichtlinien ist Enterprise die passende Wahl.
Einsatzszenarien: Wann Granola geeignet ist – und wann Vorsicht geboten ist
| Szenario | Empfehlung | Wichtige Hinweise |
|---|---|---|
| Interne Team-Meetings & Jour Fixes | Bedenkenlos nutzbar | KI-Training deaktivieren & automatische Löschung einstellen |
| Sales Calls & Kundengespräche | Gut nutzbar mit Hinweis | Zu Beginn Transkription erwähnen & Chat-Nachricht aktivieren |
| Gespräche in Regionen mit Zwei-Parteien-Einwilligung | Einwilligung erforderlich | Vorab mündlich informieren und Zustimmung einholen |
| Patienten- und Gesundheitsdaten | Nur mit Enterprise + BAA | Die mobile App ist nicht vom BAA abgedeckt |
| Bildungsdaten (Schulen/Hochschulen) | Nicht empfohlen | FERPA wird nicht unterstützt |
| Zwingende Datenspeicherung in der EU | Nicht möglich | Speicherung erfolgt ausschließlich in den USA |
| Gespräche mit Anwaltsgeheimnis | Vorsicht walten lassen | Interne Compliance-Vorgaben prüfen oder rechtlichen Rat einholen |
In 5 Schritten zur sicheren Konfiguration von Granola
Gehen Sie diese Checkliste vor Ihrem ersten Meeting durch. Es dauert weniger als 10 Minuten.
- KI-Training deaktivieren: Settings → Preferences → Data & sharing → „Use my data to improve models for everyone“ auf OFF stellen (im Business-Tarif macht dies jeder Nutzer einzeln; Android-Nutzer ändern es via Desktop/iOS)
- Automatische Löschung einrichten: Wählen Sie einen passenden Zeitraum für Transkripte (1 Tag bis 1 Jahr). Bedenken Sie, dass Notizen manuell verwaltet werden müssen
- Hinweis-Funktionen aktivieren: Settings → Preferences → Transparency. Besonders wichtig für externe Termine
- Link-Freigabe prüfen: Settings → Preferences → Data & sharing → Standard-Freigabe auf „Only my company“ oder „Private“ setzen. Bereits erstellte Links prüfen
- Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) beim Login-Provider aktivieren: Sichere Anmeldung über Google oder Microsoft erzwingen. Im Business-Tarif zudem das Chat-Modell für vertrauliche Meetings prüfen

Machen Sie es sich zudem zur Gewohnheit, das Thema zu Beginn kurz anzusprechen:
„Ich nutze Granola zur automatischen Transkription für unser Protokoll. Ist das für alle in Ordnung?“
Warum ich Granola trotz allem empfehle
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist Granola sicher?
Für den alltäglichen geschäftlichen Einsatz ist Granola ein sicheres Tool. Es verfügt über SOC 2 Type 2 Zertifizierungen, Verschlüsselung bei Übertragung und Speicherung, verzichtet auf die dauerhafte Speicherung von Audiodaten und verbietet externen KI-Anbietern das Training. Da das Training eigener Modelle in den Tarifen Free und Business jedoch standardmäßig aktiv ist, sollten Sie die Einstellungen zu Beginn anpassen.
Nutzt Granola meine Daten zum Trainieren von KI?
Externe Anbieter wie OpenAI und Anthropic dürfen Ihre Daten nicht für das Modelltraining nutzen. Granola selbst nutzt in den Tarifen Free und Business standardmäßig anonymisierte Daten zur Verbesserung eigener Modelle. Sie können dies in den Einstellungen deaktivieren (OFF). Im Enterprise-Tarif ist diese Funktion standardmäßig deaktiviert.
Werden Aufnahmen gespeichert?
Nein, Audiodateien werden nach der Umwandlung in Text umgehend gelöscht. Gespeichert werden lediglich der Transkripttext und die erstellten Notizen.
Kann Granola aufzeichnen, ohne dass andere es merken?
Ja. In den Standardeinstellungen sehen andere Teilnehmer nicht, dass Granola läuft. Daher empfiehlt es sich, die automatische Chat-Nachricht und das Wasserzeichen zu aktivieren sowie die Gesprächspartner aktiv zu informieren.
Kann ich Granola außerhalb der USA (z. B. in Deutschland/Österreich/Schweiz) nutzen?
In normalen Geschäftsmeetings, in denen die Teilnehmer informiert werden, ist die Nutzung in der Regel unbedenklich. Achten Sie darauf, die Vorgaben der DSGVO einzuhalten. Bei rechtlichen Unsicherheiten sollten Sie Ihre Compliance-Abteilung konsultieren.
Unterstützt Granola HIPAA?
Eine BAA-Vereinbarung (Business Associate Agreement) ist ausschließlich im Enterprise-Tarif verfügbar und deckt nur die Desktop-App ab. Nutzen Sie die Tarife Free oder Business keinesfalls für medizinische Daten.
Wo werden meine Daten gespeichert?
Auf AWS-Servern in den USA. Eine Auswahl anderer Regionen (wie etwa der EU) ist derzeit nicht möglich.
Ist es sicher, ein Tool zu nutzen, gegen das eine Klage vorliegt?
Die genannte US-Sammelklage befindet sich im Anfangsstadium; gerichtliche Entschlüsse liegen nicht vor. Ähnliche Klagen betreffen auch andere Anbieter der Branche. Als Nutzer sichern Sie sich am besten ab, indem Sie das KI-Training deaktivieren und Gesprächspartner informieren.
Kann ich meine Daten exportieren, wenn ich Granola nicht mehr nutzen möchte?
Notizen und Transkripte können exportiert werden (CSV-Export einmal alle 24 Stunden möglich). Bei Kontolöschung werden Ihre Daten innerhalb von 30 Tagen vollständig entfernt.
Fazit: Einstellungen anpassen, Transparenz schaffen – und gelassen nutzen
- Die technische Basis von Granola (SOC 2 Type 2, Verschlüsselung, keine Audiospeicherung) ist solide
- Handlungsbedarf besteht vor allem bei den Standardeinstellungen und der Transparenz gegenüber Gesprächspartnern
- Prüfen Sie vor dem Start vier Punkte: KI-Training AUS, Hinweise AN, Löschfristen einstellen, Link-Freigabe beschränken
- Informieren Sie Teilnehmer kurz zu Beginn des Meetings
- Für hochsensible medizinische Daten oder strikte EU-Speicherpflichten ist das Tool derzeit nicht ausgelegt
Wenn Sie diese Punkte beachten, ist Granola eine enorme Unterstützung im Meeting-Alltag.
Dieser Artikel basiert auf den offiziellen Angaben des Herstellers und Sicherheitsanalysen Dritter mit Stand vom 31. Oktober 2026. Spezifikationen und rechtliche Rahmenbedingungen können sich ändern. Für verbindliche rechtliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an eine Fachkraft.
Quellen & Referenzen:
- Granola Security Page & Security/Privacy FAQ (offiziell)
- Granola Help Center (offiziell)
- Granola Blog (Meeting Safety Checklist, IT Review Guide)
- PromptArmor: „Granola AI Security Risks and Remediations“ (April 2026)
- Voibe: „Is Granola Safe?“ (Oktober 2026) sowie Berichte zu Chamberlain v. Granola
